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Interview mit Da
Hool |
vom 18.0.1999 |
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BCM:
Wie und wann bist Du zum Platten auflegen gekommen?
Hooligan: Ich habe eine Lehre als technischer
Zeichner 1986 angefangen. In dieser Zeit habe
ich ein Dj kennengelernt und er hat mir alles
beigebracht. Von da an war ich "Hobby"-Dj, d.h.
ich hatte mir zwei Plattenspieler und ein Mischpult
gekauft und hab eifrig angefangen zu mixen. Dann
habe ich die Chance bekommen in einer Disco bei
mir zu Hause, in Bottrop, aufzulegen. Dort hab
ich 4 Jahre gearbeitet. Neben meinem Ausbildungsberuf
arbeitete ich somit jeden Mittwoch, Freitag, Samstag
und Sonntags immer so 8 Stunden pro Nacht (von
20 Uhr bis ca. 4 Uhr Morgens). Für heutige Verhältnisse
war das Geld, was ich verdient habe, nichts. Damals
war ich froh dieses extra Geld überhaupt zu haben.
Wann gründetest Du Dein erstes Studio und fingst
mit dem produzieren an?
Hooligan: Meine ersten Gehversuche waren
1990. Ich hatte damals aber kein eigenes Studio.
So versuchte ich so viel zu verdienen wie ich
nur konnte und steckte mein ganzes Geld in mein
Studio. Danach fing ich an meine ersten Demos
zu produzieren, jedoch bekam ich am Anfang nur
Absagen bis ins Jahr 1992, meine erste Platten
kam raus "Noris Beck Rivers". Noris Beck, Ramon
und Jens fanden mein Tape richtig geil und die
haben mich dann raus gebracht als DJ Hooligan,
zusammen mit meiner ersten Platte.
Was magst Du lieber auflegen oder produzieren?
Hooligan: Beides mag ich ganz gerne. Mein
eigentlicher Tagesablauf sieht vollgendermaßen
aus. Montags bis Freitags bin ich von Morgens
bis Abends in meinem Studio. Am Wochenende lege
ich dann meistens auf. Eigentlich ist es bei mir
total stimmungsbedingt, im Moment produziere ich
lieber, als das ich Auflege, weil die Parties
im Moment oft nicht all zu toll sind. Somit sitze
ich lieber im Studio und setze meine Ideen um.
Wie findest Du Ibiza partymässig?
Hooligan: Die Leute haben sich in den letzten
Jahrer auf Ibiza sehr verändert und somit ist
der Spaßfaktor auch nicht mehr so groß wie früher.
BCM: Was war Dein bester Gig? Hooligan: Das Highlight
in meiner Kariere ist und bleibt die MAYDAY. Ich
habe dort dreimal selber aufgelegt. Als Low Spirit
mich anrief, um mich zu meiner ersten MAYDAY zu
buchen, war das wie ein Gränsehaut-Erlebnis für
mich. Damals warman wer, wenn man dort auflegte.
Das Größte eben. Die MAYDAY ist ein super Event,
auch wenn heutzutag der Stellenwert sehr fraglich
ist. Jeder war einmal auf der MAYDAY und es war
früher die coolste Veranstaltung die es gab. Die
erste MAYDAY habe ich verpaßt und auf der zweites
war ich als Gast mit einem Freund zusammen dort,
in der Kölner Eissporthalle. Ich meinte noch zu
meinem Freund, wie geil wäre es hier aufzulegen
vor ca. 8000 Leuten. Das darauf folgende Jahr
stand ich dann selber dreiJahre hintereinander
oben am DJ-Pult. Bei meiner ersten MAYDAY war
ich der König für mich selber. Die MAYDAY ist
eben kult, heute wie damals, auch wenn das nicht
jeder so sieht.
Wie sieht Dein zukünftiger musikalische Weg
aus?
Hooligan: Ich mache im Moment, bzw. in
den letzten Wochen einen neuen Anfang. Ich werde
dort weitermachen, wo ich vor zwei Jahren aufgehört
habe, mit dem progressivem Trancestyle. Ich habe
im Moment kein Bock mehr auf House. Ich werde
wieder mehr tranciegere, progressivere Sachen
produzieren, aber nicht in Richtung "tralala"
Trance, sondern eher stilvoller Trance-Sachen.
Wie sehen Deine Zukunftprojekte aus?
Hooligan: Ich habs in letzter Zeit ja etwas
ruhiger angehen lassen. Ich hab jetzt drei Sachen
gemacht, Da Hool, ein Remix für "Open your Eyes"
und die ganz neue Da Hool CD. Bis ins nächste
Jahr werde ich aber gar nichts machen, da ich
ab Oktober auf Tour bin. Meine erste Station ist
Chicago, Miami und New York. Nachdem ich aus Amerika
wieder da bin, toure ich drei Wochen durch England
und dann fahre ich noch nach Australien. Ab Januar
bin ich dann wieder in Deutschland und produziere
das komplett neue Da Hool Album. |
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