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Wenn in diesem Jahr in den Clubs oder unter freiem Himmel so richtig die Post abging, so lag dies nicht zu selten an Tracks wie "Weekend" oder "Rock Ya" aus dem Hause Bad Habbit Boys. Im persönlichen Gespräch stellte sich schnell heraus wo die Gute-Laune-Vibes dieser Tracks ihren Ursprung haben, nämlich in deren aussergewöhnlich gut gelaunten Schöpfern.
Die Bad Habbit Boys, das sind die beiden DJs und Produzenten CJ Stone und George Dee. Wir trafen das dynamische Duo auf der MegaRaveolution in Tarp bei Flensburg.
Interview mit den Bad Habbit Boys vom 12.08.2000
Ist der Name bei Euch Programm und wenn ja, welche schlechten Angewohnheiten wären das wohl?
BHB: (lachen) Na super, die Frage musste ja kommen, ich würde gerne nur ein einziges Mal zuerst nach unseren positiven Eigenschaften gefragt werden! Aber ganz im Ernst, eigentlich haben wir nicht so viele schlechte Angewohnheiten oder bauen viel Mist, vielleicht mal abgesehen vom Flugzeug verpassen oder so (wie geschehen an diesem Abend; Anm. d. Red.)!

Ihr seid ein bereits recht gut eingespieltes Team, produziert jetzt seit über fünf Jahren zusammen, wie kam es ursprünglich zu Eurer "Produzentenehe"?
BHB: Also zunächst mal ist es nicht wirklich mit einer Ehe zu vergleichen, höchstens mit einer sehr offenen, denn jeder kann eigentlich sein Ding machen wie er will, wenn wir Lust und Zeit haben gehen wir eben zusammen ins Studio, mit ein bisschen Glück wird was tolles daraus, am Anfang war das noch nicht so, unsere erste Scheibe war schon OK, die zweite absolute Sch.... (lacht) aber in letzter Zeit kommt einiges bei uns rum und ich denke man darf zufrieden sein. Kennengelernt haben wir uns beim Auflegen, der Rest war eher Zufall. Gemeinsame Interessen und ein ähnliches Verständnis was Musik betrifft taten dann den Rest.

Seid Ihr jetzt nach dem Erfolg der BHB öfter zusammen unterwegs oder überwiegen doch eher noch die Einzelbookings?
BHB: Wenn es geht versuchen wir natürlich beides zu verbinden. Während CJ jetzt schon ein Set alleine auflegt, habe ich noch Pause und nachher gehen wir dann gemeinsam als BHB an den Start!

Inwiefern würdest Du sagen unterscheiden sich die Einzelsets von Eurem Auftritt als DJ Team oder Live-Act?
BHB:
Beim Set als George Dee spiele ich schon etwas andere Musik, ein wenig melodischer und nicht so "auf-die-Fresse" wie als BHB. Generell kann man sagen, der Spass als Team daraus zu gehen ist nicht zu unterschätzen. Man hat mehr Ruhe mit dem Publikum zu interagieren, während der andere gerade mixt, und es entsteht eine Art Eigendynamik innerhalb des Sets, wenn der andere eine Platte vorlegt die die Richtung unerwartet abändert. Das bringt eine Menge Spass, wenn man vorher noch nicht genau weiss welchen Ausgang das Ganze nehmen wird, weil man um die Wette versucht, sich den Leuten ins Herz zu spielen!

Aber ohne konkreten Konkurrenzgedanken... oder geht es da wirklich um einen ernsthaften Wettstreit der DJ-Egos?
BHB: (lacht) Natürlich versucht man immer die heisseren Dinger auszupacken als der Andere, aber es geht dabei ja nicht um uns, sondern um die Leute die feiern wollen. Verbissen sind wir nur wenn es darum geht den Leuten was zu bieten für Ihr Geld!

Ganz umsonst habt Ihr den Leuten Euer Können diese Jahr zum ersten Mal auch auf dem Generation-Move präsentieren dürfen, wie war Euer Eindruck von Hamburg?
BHB: Auf jeden Fall genial. Wir waren gleich auf dem zweiten Wagen, die Kulisse war super, richtig Stimmung und wenn dann sogar das Wetter so mitspielt wie in diesem Jahr, dann ist es natürlich Party pur. Wir haben uns da so die Seele aus dem Leib geschrien, am nächsten Abend war eine Afterparty in Bremen, auf der wir uns dann nur noch mittels Zettel und Stift verständigen konnten.

Man merkt Ihr seid einer guten Feierei selbst nicht ganz abgeneigt, findet sich hier dann doch vielleicht ein kleines Nomen est Omen wieder?!

BHB: Tja also feiern tun wir schon gern, aber mit den Lastern... ich rauche sogar nur noch (...) Lights (schmunzelt etwas).

Na dann werdet Ihr uns ja sicher doch noch etwas länger erhalten bleiben und nicht den plötzlichen Erschöpfungskollaps erleiden. Wann wart Ihr zuletzt im Studio?
BHB: Die nächste Maxi ist grad noch in Arbeit, Titel wird noch nicht verrraten, geht aber mit Sicherheit wieder gepflegt nach vorne und wird hoffentlich an die gute Resonanz Ihrer Vorgänger anknüpfen. Dann liegen bei mir zur Zeit einige Prioritäten bei den Warp Bros. ein Projekt, dass ich zusammen mit Oliver Goedecke von D.O.N.S. mache.

An Arbeit und guten Ideen scheint es also kaum zu mangeln, wo setzt Du für Dich persönlich die Grenze, oder streust Du Deine Energie auf viele Projekte?
BHB (George Dee): Man sollte sich immer dessen bewusst sein dass man wahrscheinlich nicht alles machen kann wozu man Lust hat. Ich bin mit momentan vier verschiedenen Projekten sehr stark ausgelastet, alles was darüber hinaus ginge würde an einer anderen Stelle fehlen und das möchte ich nicht. Es ist natürlich nicht immer einfach zu sagen wo und wann Schluss ist, aber die Ehrfahrung hat mir gezeigt, dass ich mit mir selber zufriedener bin wenn ich mich auf einige wenige Sachen stärker konzentriere als zu versuchen Überall ein bisschen zu machen.

Mit Sicherheit. Ich glaube wir können uns da noch auf einiges von Euch freuen. CJ ist jetzt schon ein ganzes Weilchen am Plattendrehen und Du wirst gleich dazu stossen. Wo wird man Euch demnächst überall bewundern können?!
BHB: Hab ich leider gar nicht so auf dem Plan. Please watch for Flyers kann ich da nur sagen, wir haben gerade erst den Live-Act "BHB" auf die Beine gestellt und werden gegen Ende des Jahres damit auf Tour gehen. Wo genau überall vermag ich jetzt leider noch nicht zu sagen.

Da haben wir ja schon etwas worauf wir gespannt sein dürfen. George Dee wird jetzt dem Ruf des Volkes folgen und die BAD HABBIT BOYS auf der Bühne komplettieren. Möchtest Du unseren Lesern noch etwas mit auf den Weg geben?
BHB: Ja, man sieht sich in den Clubs, feiert und seid glücklich.

Fürwahr ein weiser Satz! Vielen Dank für Deine Zeit und viel, viel Spass jetzt hinter den Plattenspielern !

BHB: Werden wir haben. Danke. Ciao.

Auch die beiden Reporter, unermüdlich für Euch im Einsatz, werden die Party nun noch ein wenig geniessen, sind aber in der nächsten Woche schon wieder da. Mit wem sich BCM dann investigativ befasst hat, wird aber noch nicht verraten.



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