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hat sie nicht zu Hause im Regal stehen. Tracks
wie "Cream", "After Love" oder "Heartbeat" gehörten
zu den großen Abräumern in den Clubs und Charts.
Die beiden Macher dahinter, Piet Blank und Jaspa
Jones, zieht es als DJs aber auch teilweise getrennt
auf Parties überall in der Welt. BeatCounter sprach
für Euch mit der einen Hälfte des Erfolgsgespanns,
dem sympathischen Mönchengladbacher Jaspa Jones,
nach seinem Set auf der MegaRaveolution, in Tarp
bei Flensburg. |
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Interview mit Jaspa
Jones |
vom 19.02.2000 |
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Jaspa,
Du kommst gerade von der Bühne, hast aufgelegt,
wie fandest Du die Stimmung heute Abend?
Jaspa: Sehr geil, hier im Norden geht es
sowieso immer richtig ab, ich bin heute zum ersten
mal so weit hier oben und muss sagen es war richtig
gut!
Man hört schon raus, Du bist wirklich gerne
hier.
Jaspa: Ja klar, der Norden kann Feiern!
Man sieht Dich ja auch letzter Zeit öfter hier
oben, zuletzt auch auf dem TrancePort in Hamburg,
wie siehst Du das Publikum hier?
Jaspa: Gerade hier kann und muss man mal
eine etwas härtere Schiene fahren, die Leute wollen,
glaube ich, eine Menge Druck. Das macht aber auch
den DJs richtig Spass, es muss nicht immer sein,
aber wenn die Stimmung passt, dann kann man auch
mal mehr pushen, und das war heute wirklich supergeil!
Piet und Du, Ihr seid ja doch recht viel auf
Achse, wo wart Ihr jetzt zuletzt überall am Start?
Jaspa: In England, Miami, St.Petersburg, Helsinki
und und und...
Mal abgesehn vom Reisen und den Strapazen dabei,
wo liegt für Dich die grösste Herausforderung
darin, in so viele verschiedenen Clubs mit völlig
verschiedenem Publikum aufzulegen?
Jaspa: Das Interessante daran ist wirklich
hauptsächlich die Aufgabe immer wieder von Neuem
auf die Leute einzugehen, den Dancefloor zu lesen
und abzuwägen was man musikalisch bringen kann.
Ich finde es bringt nichts zu versuchen den Leuten
Deinen Stempel aufzudrücken. Read the Crowd!
Du arbeitest ja im Moment als reiner Booking-DJ,
ist dieser Kitzel der immer neuen Leute ein Grund
dafür, bist Du grundsätzlich davon abgeneigt als
Resident in einem festen Club zu spielen?
Jaspa: Vor zehn Jahren ging es ja in Düsseldorf
im "Ratinger Hof" los, da war ich wirklich stolz
dabei sein zu dürfen und den Laden mitaufzubauen.
Die Location war ursprünglich die Geburtsstätte
des Düsseldorfer Punk und ziemlich runtergekommen.
Der Laden wurde neu gemacht und es entstand so
langsam eine richtig interessante Techno-Szene.
Ich war danach noch Resident in Köln, im "House
of Unique" da lief eben House und Progressive
House, seit etwa vier Jahren sind wir dann aber
nur noch unterwegs. Das gefällt mir so, sollte
mir allerdings irgendwann wieder eine Residence
angeboten werden, mal sehen vielleicht mache ich
es dann ja...
Du warst heute Abend ja auch nur schwer von den
Turntables wegzukriegen, hättest Du gerne längere
Sets oder liegt es Dir auf solchen Grossveranstaltungen
zu spielen, bei denen Du in anderthalb Stunden
von null auf Hundert kommen musst, manchmal ja
sogar in noch kürzerer Zeit?!
Jaspa: Gerade heute war zum Beispiel wieder
so eine Gelgenheit, bei der ich gerne länger aufgelegt
hätte. Aber die anderen DJs wollen natürlich auch
noch ihre Zeit kriegen, das ist vielleicht ein
Nachteil,... gerade wenn Du Dich warmgemixt hast,
ist es auch schon wieder vorbei. Trotzdem machen
diese grossen Raves aber auch einen Riesenspass.
Zunächst mal hat man eine beeindruckende Menge
und man versucht natürlich, bei einem guten Line-Up,
auch immer von allen DJs derjenige zu sein der
die Leute am besten rockt.
Es ist für Dich also schon wichtig die Reaktion
der Leute im Vergleich zu anderen DJs zu sehen?
Jaspa: Es ist nicht so als wäre das eine
komplette Konkurrenzsituation zu anderen Jocks,
ich finde nur wenn man den Anspruch nicht hat
die Leute am besten zum Feiern zu bringen, dann
braucht man sich da auch gar nicht hinstellen.
Irgendwie für zwei Stunden zu kommen, sein Set
abzureissen um danach direkt auf die nächste Party
zu hetzen halte ich für Quatsch. Deswegen nehmen
wir auch keine Doppelbookings an. Ich möchte mit
den Leuten feiern, die Athmosphäre in mich aufnehmen,
vor und nach dem Auftritt.
Glaubst Du, dass genau diese Einstellung eine
Art Garantie für Dich ist nicht so schnell den
Spass am Auflegen zu verlieren?
Jaspa: Sicher, wenn das passieren würde,
dass ich keinen Spass mehr dabei habe, würde ich
wahrscheinlich auch sofort aufhören. Das Risiko
besteht allerdings wohl nicht so bald. DJ sein
ist für mich wie ein Sucht. Ich glaube wen man
das Gefühl hat Auflegen zu müssen, dann ist das
in Dir und Du kannst nicht dagegen an. Man muss
irgendwo dafür geboren sein, diesen Drang kann
man sich nicht antrainieren, entweder Du willst
es unbedingt, dann tust Du auch alles dafür, oder
Du lässt es am Besten gleich bleiben.
So etwas wie eine Institution ist ja auch Piets
Clubnight bei EinsLive, bei der Du ja auch schon
des öfteren mitgemischt hast. Wie lange macht
er das schon?
Jaspa: Seit wir uns kennen eigentlich.
Vor vier fünf Jahren haben wir uns kennngelernt,
Piet hat mich für eine Party gebookt, ich kannte
bis dahin nur seine Stimme aus dem Radio und hatte
eher einen etwas älteren Mann erwartet. Dementsprechend
überrascht war ich dann auch als er letztendlich
vor mir stand. Wir haben uns dann auch auf Anhieb
gut verstanden (bei ein, zwei Kölsch!), so kam
es eben auch dazu das wir uns mal ins Studio gehockt
haben um was zusammen zu machen.
Wohin sowas führen kann hat man ja im letzten
Jahr gesehen, der Charterfolg mit "After Love"
stellt, zumindest was den kommerziellen Aspekt
betrifft, bislang den Höhepunkt Eurer Zusammenarbeit
dar. Was darf man demnächst noch als Steigerung
erwarten?
Jaspa: Wir sind gerade mit dem neuen Album
fertig geworden, waren dreieinhalb Monate nur
im Studio, hatten da auch etwas mit unserem neuen
Equipment zu kämpfen, jeder der mal im Studio
gearbeitet hat weiss was das für ein Kabelsalat
sein kann. Aber nach einigem herumspielen haben
wir auch das geschafft und ich glaube das Ergebnis
lässt sich auch einigermassen sehen.
Hat ihr schon die erste Auskopplung ausgesucht?
Jaspa: Die erste Maxi wird "The Nightfly"
heissen und kommt vorraussichtlich im März.
Wahrscheinlich wieder ein aussichtsreicher
Kandidat für den Sommerclubhit?
Jaspa: (lacht) Na das möchte ich doch hoffen!
Die Arbeit im Studio macht Euch demnach auch
immer Spass oder gibt es Momente wo man gar keine
Lust hat?
Jaspa: Was halt sehr wichtig ist, ist das
ich mit Piet ja nicht nur produziere, er ist auch
mein bester Freund, anders wäre das arbeiten auf
engem Raum über relativ lange Zeit auch gar nicht
möglich. Mit jemandem den man persönlich nicht
leiden kann braucht man sich auch gar nicht erst
hinzusetzen. Wir machen unsere Musik zusammen,
wie wir eben sonst auch miteinander auskommen.
Wie wichtig sind für Euch dabei Dinge wie Chartplazierungen
und Verkaufszahlen?
Jaspa: Das kommt immer darauf an. Wir machen
unsere Sachen ja für die Clubs, da sieht man zuerst
ob eine Nummer gut ist oder nicht, wenn Du siehst
deine Sachen kommen an, ist das ein tolles Gefühl.
Aber als wir, mit "Heartbeat" zum ersten Mal in
die Media Control Charts gegangen sind, war das
natürlich auch ein wahnsinniges High! Man stellt
sich als Kind immer vor wie das so ist als Chart-Star,
wenn man sich selber darin wiederfindet ist das
Gefühl wirklich unbeschreiblich.
Das Video zu "After Love" hattet ihr letztes Jahr
auf Ibiza gedreht, zieht es Euch dort auch dieses
Jahr wieder hin? Ibiza gilt ja immerhin als die
Insel wenn es ums Feiern geht, alles was Rang
und Namen hat lässt sich früher oder später dort
blicken!
Jaspa: Ich denke mal schon, dass wir auch
wieder da sind, es ist aber nicht so das das unbedingt
sein muss! Es geht schon immer gut ab da, wir
haben viel, viel Spass, den hab ich allerdings
auch wenn ich im Sommer hier in Deutschland auflege.
Eigentlich habe ich immer Spass beim Auflegen!
Das merkt man!
Jaspa: So soll das auch sein!
Jaspa, vielen Dank für diesen kleinen Einblick,
wir wollen Dich jetzt auch gar nicht länger vom
Feiern abhalten, schliesslich geht es hier ja
jetzt nochmal richtig rund mit DJ Bossi, einem
alten Freund von Dir!
Jaspa: Stimmt wir kennen uns schon seit
fünfzehn Jahren, kommen beide aus Mönchengladbach
und heute dürfen wir seit langem endlich mal wieder
zusammen auflegen.
Nochmal Danke, Alles Gute für Euer neues Album,
die erste Single heisst "The Nightfly", bleib
so locker wie Du bist und das letze Wort gehört
natürlich Dir!
Jaspa: Na dann: Keep on Rockin'! |
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